Sie singen von Glauben, Hoffnung und Liebe, wie es überliefert ist, seit unzählige Schwarzafrikaner aus ihrer Heimat zum Sklavendienst nach Nordamerika verschleppt wurden. Die einstudierten Titel trägt der Gospelchor mit Hingabe und großer Leidenschaft vor. Das haben wir bereits drei Mal erlebt und freuen uns deshalb besonders, dass die Gospel-Singers von Rhythm ’n‘ Joy anlässlich unserer 42. KulturWind-Veranstaltung wieder einmal den Weg zu uns finden werden.

Plakat KW42

Wir sind sicher, dass auch bei dieser Vorstellung die Gefühle der Sängerinnen und Sänger im Publikum ihren Widerhall finden und es ein Abend voller Emotionen wird. Titel wie The Rose, Lean on me, Rock my Soul und auch We shall overcome sind uns allen noch in bester Erinnerung. Vielleicht gibt es sogar den einen oder anderen neuen Titel im Repertoire dieses beliebten Chores, dessen Premiere wir miterleben können.

Das Konzert findet am Freitag, den 07.02.2020 um 19 Uhr im FuNTASTIK, Meißner Str. 7, in Bergheim statt. Einlass ist ab 18:30 Uhr.

Eintrittskarten sind zum Preis von € 5,00 an der Abendkasse erhältlich. Wir empfehlen, die Einlasszeit zu beachten und rechtzeitig zu erscheinen, um einen Sitzplatz zu ergattern. Erfrischungsgetränke werden zu moderaten Preisen angeboten. Ihr seid/Sie sind herzlich eingeladen.

Für den SüdWestWind und die Kulturkreisler
Ursula Schlößer/Projektleiterin

Kurz vor den Feiertagen erreichten wir die Leiterin der Wunderkinder-Projektgruppe, und konnten uns über die Aktivitäten der neuen Wunderkinder nach den Sommerferien erkundigen.

Irina Mertens/Projektleiterin Wunderkinder

Irina Mertens/Projektleiterin Wunderkinder

Ursula Schlößer mit Boney M/Redaktion SüdWestWind

Ursula Schlößer mit Boney M/Redaktion SüdWestWind

Ursula Schlößer: „Guten Abend, liebe Irina,
Schon seit einem Jahr hast Du uns nichts mehr über die WuKis berichtet; zuletzt nach ihrem Auftritt bei der 10-Jahres-Jubiläumsfeier des SüdWestWind im Medio.rhein.Erft.“

Irina Mertens: „Das ist richtig, liebe Ursula, dabei hat sich in der Zwischenzeit einiges getan. Unsere Krabbelgruppe ist sehr gut besucht. Die Kleinen sind aufgeschlossen und gehen auf die musikalischen Vorschläge ihrer Pädagoginnen mit Begeisterung ein. Eigens dafür habe ich Trommeln angeschafft. Ich zeige Dir hierzu ein Video, und Du wirst staunen, wie begeistert die Winzlinge sich einbringen und wie sie ihren Rhythmus beim Schlagen der Trommeln finden. Schau einmal, welchen Spaß sie dabei haben.“

Ursula Schlößer: „Ja, das ist zu niedlich und der Lernfaktor ist nicht zu übersehen.“

Irina Mertens: „Wir haben aber noch mehr geschafft und Groß und Klein auf den St. Martinszug vorbereitet. Nicht nur haben wir vorher mit allen Kindern Fackeln gebastelt und Martinslieder eingeübt. Wir haben in den Räumen des FuNTASTIK auch den Martinszug geprobt, denn die Kinder sind einem öffentlichen Martinszug noch nicht gewachsen. Wir haben dann das Licht ausgemacht und sind singend mit den Kindern durch die Räumlichkeiten gezogen, die eifrig ihre beleuchteten Fackeln hochhielten.“

Ursula Schlößer: „Das war offensichtlich ein tolles Erlebnis für die Kinder, an dem alle Altersgruppen teilnehmen konnten.“

Irina Mertens: „Am Samstag, 23.11. haben wir beschlossen, dass die größeren Kinder reif wären für einen Besuch im Museum BERGHEIMAT. Die Anregung haben wir durch Euren 41. KulturWind vom 08.11. bekommen, von dem Ihr so geschwärmt habt. Da kam uns der Gedanke, dass so etwas auch für unsere WuKis infrage käme. Zum Glück erklärten sich sechs Mütter bereit, die Gruppe von 14 Kindern zu begleiten. Wie begeistert die Kinder waren, ist auf den beigefügten Fotos zu erkennen. Das Museums-Personal ging aber auch liebevoll auf die Kleinen ein. Sie durften unter Aufsicht fast alles anfassen, sich mit mittelalterlichen Kopfbedeckungen verkleiden und Ritterspiele ausprobieren. Gespannt lauschten sie den Geschichten aus dem Mittelalter und staunten z.B. über das kleine Bett-Modell, das ihnen zeigte, wie weich die Reichen schliefen und wie hart der Strohsack für die Armen war. Das hat sie ganz schön beeindruckt.“

Ursula Schlößer: „Liebe Irina, ich bin sehr beeindruckt von Euren Leistungen und bin ganz sicher, dass wir im Neuen Jahr noch viel von Euch hören werden. Danke für Deinen schönen und anschaulichen Bericht. Zunächst wünsche ich Euch allen fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.“

Irina Mertens: „Das wünsche ich Dir auch, liebe Ursula. Auch Dir herzlichen Dank! Ich bereite im Moment noch unsere Jahresabschlussfeier für die Kinder und deren Eltern und Großeltern vor. Da ist bis zum 29.12. noch einiges zu tun.“

Liebe Vereinsmitglieder,

ich kann mich noch gut daran erinnern, dass uns als Kinder die Vorweihnachtszeit endlos lange vorkam. Wir warteten gespannt auf Weihnachten und waren ganz ungeduldig.

Heute ist es fast umgekehrt, die Zeit geht immer schneller vorbei und im Nu sind die Festtage da. Ich höre noch meine Eltern und Großeltern: Je älter man wird, desto schneller vergeht die Zeit. Das mag an der unheimlich schnelllebigen Welt liegen oder auch am Termindruck, vor allem auf der Arbeit. Alles soll am besten schon gestern fertig werden. Wer im Berufsleben steht weiß wovon ich rede. Umso wichtiger ist es in den vorweihnachtlichen Tagen ein wenig zur Ruhe zu kommen. Ja, es ist nicht immer möglich, aber diese Zeit sollte man sich nehmen. Ein duftendes Bad, ein gutes Buch, Musik die man gerne hört oder einen langen Spaziergang machen. Dabei kommt man auf andere Gedanken und kann gut entspannen.

Auch die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr ist gut dafür geeignet einmal alles ruhen zu lassen um vielleicht seine zu kurz gekommenen, persönlichen Anliegen oder Hobbys zu pflegen. Wir brauchen manchmal eine Auszeit, sonst macht unser Körper irgendwann nicht mehr mit. Ich persönlich gehe gerne im Schnee spazieren. Leider ist das hier bei uns nur selten möglich. Bei klarer, kalter Luft, warm eingepackt, lässt es sich auch gut abschalten. Und wenn dazu noch die Sonne scheint, steht einem erholsamen Spaziergang nichts im Wege.

Euch und Ihnen wünsche ich eine besinnliche Weihnachtszeit, einen guten, friedlichen Jahreswechsel und alles Gute für das kommende Jahr
2020.

Mit vorweihnachtlichen Grüßen
Herbert Vetter

Am Donnerstag, den 5.12.2019, findet ab 15 Uhr wie in jedem Jahre unsere Nikolausfeier für Kinder von 6 bis 13 Jahren statt. Der Eintritt kostet 1 EUR. Es gibt viele Geschichten und Aktionen rund um den Nikolaus und die ein oder andere Überraschung ist natürlich auch wieder dabei.

Nachmittags ins Museum führte uns die 41. KulturWind-Veranstaltung am 08.11.2019.

Bei spät-herbstlichem Sonnenschein begab sich die interessierte Teilnehmergruppe vom FuNTASTIK aus zu Fuß auf den Weg zum Museum BERGHEIMAT. In der Zeissstraße hielten wir an, denn dort ist seit kurzem aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums der Arbeiterwohlfahrt die Frontfassade der Geschäftsstelle mit dem Portrait der Gründerin Marie Juchacz geschmückt. Der Kölner Künstler Thomas Baumgärtel, bekannt als der Bananensprayer, hat sein Kunstwerk auf einen roten Hintergrund gemalt.

Aus dem Teilnehmerkreis erfuhren wir, dass Marie Juchacz nicht nur im Jahre 1919 die Arbeiterwohlfahrt begründet hat sondern auch als erste Freie und Gleiche eine Rede vor der Weimarer Nationalversammlung hielt. Wer es noch nicht wusste, war entsprechend beeindruckt.

Das war jedoch nur der Anfang einer Lehrstunde, die Astrid Machuj nach Ankunft im Museum bot. Die mittelalterlich Gewandete begrüßte uns herzlich und entführte uns erwartungsgemäß in die Welt des Mittelalters…

Der Altkreis Bergheim bestand damals aus den Städten Elsdorf, Bedburg, Kerpen und Bergheim. Um den Bekanntheitsgrad dieser so sorgfältig vorbereiteten Ausstellung zu erweitern, wurden jedoch alle im Erftkreis befindlichen Schlösser mit einbezogen, von denen es sage und schreibe 50 an der Zahl gibt bzw. gab. Nicht alle sind erhalten, doch allein die historische Bedeutung zählt, um ein Gesamtbild von dieser spannenden Region zu bekommen.

Astrid Machuj gab Infos zu den zahlreichen Bauwerken, aber auch zu dem 150 Jahre bestehenden Gestüt Schlenderhan in Quadrath-Ichendorf, einem der bedeutendsten deutschen Vollblutgestüte, und der Bergheimer Burg. Letztere existiert ja leider nicht mehr. Später wurden die Burgen und Schlösser auch im Rahmen eines Filmvortrags vorgestellt.

Die Ausstellung präsentiert wertvolle Exponate aus Adelshäusern, wie Ritterrüstungen und z.B. ein 150 Jahre altes Tafelgeschirr als Leihgabe von Schloß Lörsfeld. Allgemeine Bewunderung fanden auch die Portraits von Mitgliedern gräflicher Familien. Zu sehen sind auch Strümpfe aus dem Nachlass von Baronin Marie Alexandrine, Freiin von Vetsera sowie ein Spiegel und weitere ihrer persönlichen Habseligkeiten. Sie war die Geliebte von Kronprinz Rudolf, dem Sohn von Kaiserin Elisabeth (genannt Sisi) und lebte vor ihrem gemeinsamen Selbstmord mit dem Kronprinzen auf Schloß Meyerling einige Jahre auf Schloß Harff. Die Nachfahren der Grafenfamilie Mirbach-Harff sind heute in Grevenbroich-Neurath beheimatet und steuerten eine Anzahl von Preziosen bei, u.a. Portraits, Schmuckstücke, Spiegel, Haarbürste, Taschenuhr und Kleidung von Marie Alexandrine.

Bewunderung fand auch die 400 Jahre alte Eichentruhe (die Manöverkiste des Reiter-Generals Jan von Werth), die dieser im 30-jährigen Krieg mit sich führte. Diese konnte aus Sicherheitsgründen leider nicht geöffnet werden. Lange befand sich die Kiste auf Schloß Schlenderhan, jetzt aber auf Schloß Frens, von wo aus sie zur Verfügung gestellt wurde.

Die Schlafgewohnheiten des Mittelalters waren durch das Modell eines mittelalterlichen Bettes versus Strohlager für die Bauern dargestellt. Das Verkleiden in mittelalterlich-römische Kostüme und Kopfbedeckungen wurde ebenfalls angeboten und der Turnierplatz regte den Spieltrieb der anwesenden männlichen Teilnehmer an, sich unter großem Beifall im Ringestechen mit einer Lanze zu beweisen.

Natürlich sind nicht alle Informationen und Geschichten, die Astrid Machuj vermittelt hat, aufgelistet. Deshalb sollen die beigefügten Fotos noch weiteren Aufschluss über diesen erlebnisreichen Nachmittag bieten.

Die Kulturkreisler sahen mit Freude, dass die Teilnehmer die Führung begeistert angenommen hatten und dass dem Museumsverein, vertreten durch die liebenswerte Astrid Machuj, großes Lob ausgesprochen wurde. Dem konnte sich der Veranstalter von Herzen anschließen.

Für den SüdWestWind und die Kulturkreisler
Ursula Schlößer
Fotos: Monique Roden, Maria Pfordt, U. Schlößer, M. Schlößer