Es wird Frühling und die Osterferien stehen vor der Tür. Das Juze-Mitte hat sich auch in diesem Jahr wieder ein buntes Programm für Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren überlegt.

Anbei das aktuelle Programm zum Herunterladen:


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Wie jedes Jahr hat auch am vergangenen Samstag die russisch-stämmige Kindergruppe der Wunderkinder unter der Leitung von Irina Mertens und ihren pädagogischen Helferinnen um das FuNTASTIK herum den Müll eingesammelt.

Diese Aktion war wieder einmal sehr anrührend und lobenswert und gereicht damit auch dem SüdWestWind zur Ehre.

Ein Dank an alle Kinder, Mitstreiter und Irina für das Mitmachen!

[Fotos: U. Schlößer]

Liebe Vereinsmitglieder,

nach über 13 Jahren habe ich nun den Vorsitz des Vereins an einen Nachfolger abgegeben.

Bei den Neuwahlen des Vorstandes in unserer Mitgliederversammlung am Freitag, den 04.03.2022 wurde Hans-Jürgen Knabben zum neuen Vorsitzenden gewählt. Irina Mertens und Heribert Küppers bleiben uns weiterhin als Beisitzer im Vorstand erhalten. Als Kassenprüfer stellten sich Michael Mohr (ASH-Sprungbrett) und meine Wenigkeit zur Verfügung.

In diesen 13 Jahren und auch vorher wurde viel im Stadtteil erreicht und verändert. Ich wohne dort seit 1979 und weiß wie es vorher hier ausgesehen hat. Gut, dass die alte Erinnerung so langsam verblasst. Im Stadtteil Bergheim Südwest war ich seit Ende 2002 tätig, erst im alten Stadtteil-Büro und ab 2009 im neu erbauten FuNTASTIK.

Viele bauliche Maßnahmen haben den Stadtteil nachhaltig verändert, vor allem der Abriss der 2 großen Bauten am Berliner Ring und an der Albrecht-Dürer-Allee. Neue Spielflächen und Spielplätze entstanden, der große Parkplatz wurde umgebaut. Wiesen und Grünflächen entstanden. Die Mitarbeiter der ASH-Sprungbrett legten einen Nutzgarten an, der gut angenommen wurde. Viele Feste wurden hier gefeiert, ich denke da an die „Stadtteil Feste“, meist als Höhepunkt eines Jahres unter großer Beteiligung der Bevölkerung. Alles hier jetzt aufzuführen, was in den letzten (fast) 20 Jahren passiert ist, würde den Rahmen meiner Mitteilung sprengen.

Leider war in den letzten 2 Jahren durch die Pandemie nicht mehr viel, teilweise sogar überhaupt nichts an Veranstaltungen möglich. Wir alle hoffen, dass es endlich mal ein Ende nimmt und einige Events wieder starten können. Dazu kommt jetzt noch der Krieg in der Ukraine. Das will wohl auch niemand von uns.

So verabschiede ich mich nun von der Vorstandsarbeit im Verein SüdWestWind e.V. und wünsche dem neuen Vorstand und den Mitgliedern alles Gute und Gesundheit.

Ich werde aber auch weiterhin den Vorstand unterstützen und habe meine Mitarbeit angeboten (Niemals geht man so ganz).

Zum Schluss bedanke ich mich noch für das jahrelange Vertrauen das mir viele, vor allem Menschen aus unserem Viertel, entgegengebracht hatten. Man kann mich auch in Zukunft noch ansprechen, ich versuche dann zu helfen.

Mit den besten Grüßen aus dem Stadtteil Bergheim Südwest.

Herbert Vetter

Ein wenig afrikanisch sollte es schon anmuten, als Ursula Schlößer alias Louisa Raven ihre im Februar erschienene Autobiografie zum ersten Mal vorstellte. Kostproben daraus las sie am 12.11.2021 in der Stadtbibliothek Bergheim. Die aussagekräftigen Bildbände mit den herrlichsten Fotografien von Südafrikas Landschaften, der Tierwelt und den Menschen dieser Regenbogennation boten die Basis für die folgenden begeisterten Beschreibungen der Autorin. Die Autobiografie mit dem Titel ‚Letzter Aufruf für Louisa Raven‘ traf auf 23 aufmerksame Zuhörerinnen und Zuhörer, die gebannt an ihren Lippen hingen.

Ursula Schlößer unterbrach ihren Lesevortrag häufig durch das Einstreuen von kleinen Anekdoten persönlicher Art und historischen Ereignissen der infrage stehenden Zeit von 1963 bis 1965, in der ihr Roman spielt. Wichtig war, sich der Tatsache bewusst zu sein, dass es vor 58 Jahren in Südafrika weder TV noch Smartphones gab und der einzige Nachrichtensender in Südafrika Springbok Radio war.

Fotos: H.J. Schloesser mit freundlicher Genehmigung der Anwesenden

Zu ihrer persönlichen Situation erfuhr man, dass sie sich als Kriegskind bezüglich Schulbildung beruflich in einer recht chancenlosen Ausgangssituation sah. Dies änderte sich durch das Studium der englischen Sprache im Mutterland. Nach zwei Jahren beherrschte sie die englische Sprache fließend. Nur dadurch war es ihr gelungen, einen Auslandsvertrag mit einem Industrieofenbauunternehmen auszuhandeln, der ihr eine Tätigkeit in Südafrika als Sekretärin und Pressesprecherin ermöglichte. Diese Aufgaben in einem fernen Land mit der problematischen strengen Apartheidspolitik waren eine enorme Herausforderung für die erst 22-jährige. Schon am Tage ihrer Ankunft fiel ihre gesamte Barschaft einem Diebstahl zum Opfer und für die Folgezeit musste sie ihre Sensoren auf größtmögliche Achtsamkeit einstellen. Zäune, Gitter, Wachhunde sowie tägliche Berichte über kriminelle Akte wurden zum Alltag. In einem Kreis von eingewanderten Deutschen, Schweizern und Österreichern fühlte sie sich jedoch geborgen und in ihrer Gesellschaft lernte sie auch die Vorzüge Südafrikas kennen und schätzen.

In ihren Erinnerungen beschreibt sie u.a. den berühmten Krügerpark, das Voortrekker Monument in Pretoria, Durban am indischen Ozean, den Besuch der Ndbele (Stammesgruppe), die Viktoriafälle im damaligen Rhodesien/Sambia und die Fahrt mit dem Blue Train von Johannesburg nach Kapstadt. Ihre Reise endet mit einer 24-tägigen Seereise vom Kap der Guten Hoffnung nach Venedig mit zahlreichen Zwischenstopps entlang der Ostküste Afrikas. An den Viktoriafällen zieht sie den Vergleich mit dem Forscher und Missionar David Livingston, der die Fälle als erster Europäer 1855 entdeckte. Er liebte dieses Land und seine Menschen sehr. Nach seinem Tod entnahmen seine Weggefährten sein Herz und begruben es unter einem Baum (wahrscheinlich einem Affenbrotbaum/Baobab). Nur seine sterbliche Hülle wurde einbalsamiert und zur letzten Ruhe in die Westminster Abbey nach London verbracht. Die Autorin fand, dass man mit ihrem Herzen ebenso verfahren könne. Schrieb sie doch beim Abschied von ihren Weggefährten: „Eines Tages werde ich zurückkommen, aber in vieler Hinsicht werde ich Südafrika niemals verlassen.“

Auf ihrer Zugfahrt von Venedig nach Köln lässt sie die vergangenen ereignisreichen Jahren Revue passieren: War ihre Mission erfolgreich und wird es ein privates Happy End für sie geben?

Nachdem mein Buch bereits im Februar diesen Jahres erschienen ist, hatte ich bisher bedingt durch die Pandemie-Maßnahmen keine Möglichkeit zur Präsentation. Ich freue mich, dass ich jetzt endlich die Gelegenheit bekomme, aus meiner Autobiografie zu lesen, und zwar in der Stadtbibliothek Bergheim am Freitag, 12.11.21 um 18:00 Uhr.

Der Eintritt beträgt 5 Euro, die voll und ganz den Flutopfern zu Gute kommen werden. Karten sind in der Bibliothek erhältlich.

Letzter Aufruf für Louisa Raven

Die hier präsentierte Autobiografie spielt in den Jahren 1963 – 1965. Diese zwei Jahre waren ganz entscheidend für das Leben von Louisa Raven, vor allem für ihren beruflichen Werdegang.
Als Kriegskind 1941 in Köln geboren, mit ihren Eltern 1944 ausgebombt und in ein kleines Dorf im Siegkreis evakuiert, hatte sie keine Möglichkeit eine höhere Schulbildung zu genießen, geschweige denn ein Universitätsstudium, das sie sich so sehr gewünscht hatte. Von einem deutschen Industrieunternehmen erhielt Louisa Raven 1963 das Angebot, für zwei Jahre die Position einer Firmensekretärin in Springs/Südafrika zu übernehmen. Diesem Ruf folgte sie mit großer Begeisterung. Ihr Roman spielt nicht nur in Springs sondern auch an vielen weiteren Orten in Südafrika und anderen afrikanischen Ländern, die sie während dieser zwei Jahre kennenlernte.

Ursula Schlößer
alias Louisa Raven

Liebe Kinder, liebe Jugendliche, liebe Eltern,

anbei erhaltet Ihr/ erhalten Sie unser Herbstferienprogramm 2021 (Klick zum Download als PDF). Anmeldungen gibt es ab sofort im Juze-Mitte, Chaunyring 11-13, 50126 Bergheim, Tel. 02271-65055.

Mit freundlichen Grüßen

i.A.

Jörg Weigang

e-mail: juze-mitte@bergheim.de
Chaunyring 11-13
50126 Bergheim
www.juze-mitte.de