Am Samstag, den 6. Juli fand im und um das FuNTASTIK ein Spielenachmittag statt. Von 12 Uhr bis 16 Uhr konnten Kinder und Erwachsene die verschiedensten Brett- und Aktionsspiele ausprobieren. Bei herrlichem Wetter hatten vor allem die Kids viel Spaß bei unterschiedlichsten Aktionen. Da wurde auf einer Slack-Line balanciert, mit Pedalos um die Wette gefahren. Auch Sackhüpfen war im Programm.


[Fotos: Christoph Schiffer]

Die Erwachsenen konnten sich die Zeit an bekannten Brett- und Kartenspielen vertreiben. Bingo wurde im FuNTASTIK gerne wahrgenommen. Für das leibliche Wohl war gesorgt, es gab Würstchen vom Grill, Kuchen, kalte und heiße Getränke.

Auch musikalisch tat sich Einiges. Die Leiterin der Kita Abenteuerland hat mit der Gitarre Kinder und Erwachsene zum Singen angeregt. Im FuNTASTIK wurden mit Senioren bekannte Schlager und Volkslieder mit Unterstützung eines Gitarristen gesungen.

Auch Kinderschminken wurde angeboten. Die Kita Tummelkiste und die Astrid-Lindgren-Schule unternahmen Aktionsspiele für Klein und Groß. Die Kids bekamen eine „Spielekarte“ wo 8 Spiele mit einem kleinen Stempel quittiert werden mussten. War die Karte vollständig abgestempelt, bekamen sie dafür ein Eis.

Es war ein schöner, bunter Nachmittag mit viel Action und viel Spaß. Geplant und durchgeführt wurde der Nachmittag vom „Team FuNTASTIK“ und dem Verein SüdWestWind.

Wir danken den vielen Helfern, die uns tatkräftig unterstützten.

Herbert Vetter

Coole Entlassfeier bei der Erich Kästner-Schule in Bergheim

Der großen Hitze geschuldet hatte Schulleiter Michael Frenz am Freitag, 28. Juni die Entlassfeier der 10-er Klassen kurzerhand in den Außenbereich der Schule verlegt und die Mensa an dem Tag geschlossen.

Die Stufen der breiten Treppe zu den Kellerräumen der Schule wurden zu beiden Seiten durch Stuhlreihen ergänzt und bildeten so eine Art Amphitheater, das gegen 18:00h im Schatten lag und von einer leichten Brise durchweht war. Hier nahmen die Zuschauer, Eltern und Freunde sowie die Lehrerschaft gerne Platz und harrten in entspannter Atmosphäre der Dinge, die da kommen sollten. Das Programm begann mit dem Aufmarsch der hauseigenen Trommlergruppe und den Fahnenträgern. In bunter Folge konnte man 40 unterschiedliche Fahnen zählen, entsprechend den Herkunftsländern der Schülerinnen und Schüler. Die Formation bildete einen farbenfrohen Hintergrund für die nun folgenden Ansprachen und Programmpunkte. Ein gemischter Chor präsentierte einen Pop-Song zur Begrüßung, bevor Michael Frenz mit seiner Ansprache begann.


Fotos mit freundlicher Genehmigung der Erich Kästner Schule / Randy Hasch

Michael Frenz blickte auf sein erstes Jahr als Schulleiter zurück und sprach mit viel Empathie über seine ca. 100 Entlassschülerinnen und -schüler, aufgeteilt in vier Klassen mit einem A-Abschluss und einer Klasse, die einen B-Abschluss erreicht hatte. Der B-Abschluss berechtigt zum Besuch der Fachoberschule oder Höheren Berufsfachschule bzw. Kollege, etc. Auf diese Jugendlichen konnte man besonders stolz sein, auch wenn Michael Frenz lächelnd ausplauderte, dass die betreffenden 18 Schülerinnen und Schüler mehr Einträge ins Klassenbuch erhalten hätten, als die vier A-Klassen. Großes Lob erhielten alle Jugendlichen, denn dieser Jahrgang, so Michael Frenz, werde ihm vom Verhalten und Lerneifer in sehr positiver Erinnerung bleiben. Dies sei allerdings auch das Verdienst der Eltern und der gesamten Lehrerschaft, die alle an einem Strang gezogen hätten. Bemerkenswert war in diesem Jahr wieder einmal die Garderobe der Jugendlichen. Die Schülerinnen und Schüler hätten bei jeder Fernseh-Show Ehre eingelegt.

Der Dezernent Klaus-Hermann Rössler war in Vertretung des Bürgermeisters Volker Mießeler gekommen und betonte in seiner Rede die große Freude über die erfolgreichen Jugendlichen. Vor der offiziellen Zeugnisübergabe hatte jede Klasse Gelegenheit, Dankes- und Abschiedsworte zu sprechen, die bewiesen, wie herzlich das Verhältnis zu den Pädagogen war und dass sie mit Spannung in den neuen Lebensabschnitt blickten, aber mit Respekt und leiser Trauer von dieser Gemeinschaft Abschied nähmen. An der Stelle wurden traditionsgemäß einige ‚Erich-Statuetten‘ an die Fachpädagogen überreicht sowie Blumen und Geschenke. Ein absolutes Highlight war die 3-köpfige Lehrerband, die den Bläck-Fööss-Titel Bye Bye my Love umgedichtet hatte in Bye Bye leev Pänz, mat et joot. Sie kamen an einem Da Capo nicht vorbei. Der Eindruck von ‚gelebter Integration‘ drängte sich auf.

Für den SüdWestWind e.V.
Ursula Schlößer/Projektleiterin KulturWind

Mit freundlicher Genehmigung des Leiters der Menschenrechts-AG des Gutenberg-Gymnasiums, Rolf Höpfner, und in Anerkennung des Engagements der Pädagogen und Schülerinnen und Schüler veröffentlichen wir hier den ausführlichen Pressebericht für interessierte Leser.

Menschenrechts-AG feiert 20 jähriges Jubiläum

Ein ganz besonderes Jubiläum feierte die Menschenrechts-AG des GuGy am vergangenen Montag, den 10.12.2018. Rolf Höpfner, Lehrer für Sozialwissenschaft und Französisch am GuGy, hatte die AG auf Wunsch von Schülerinnen und Schülern 1998 ins Leben gerufen und kann nun auf 20 Jahre zurückblicken, in welchen er sehr engagiert mit Schülern an Themen der Menschenrechte gearbeitet hat.
Die Idee einen Projekttag für die gesamte Mittelstufe zu organisieren, wurde bereits in Klasse 7 umgesetzt. Dort führten die Klassenlehrer für die Jahrgangsstufe 7 einen Projekttag zur Förderung der Klassengemeinschaft durch. weiterlesen

Aus Anlass der am 10. Dezember 1948 in der Generalversammlung der Vereinten Nationen im Palais de Chaillot in Paris verkündeten Menschenrechts Charta hat das Gutenberg-Gymnasium Bergheim seit 1998 einen Projekttag eingerichtet, der von dem Pädagogen Rolf Höpfner geleitet wird. Der Tag wird mit Workshops, einem Museumsgang (= gemeinsamer Rundgang aller Schülerinnen und Schüler bei den verschiedenen Arbeitsgruppen) sowie einem festlichen Teil untermalt von Chorgesang und einer Präsentation in der Aula jeweils am 10. Dezember eines Jahres gewürdigt. Am vergangenen Montag fand diese Veranstaltung bereits zum 20. Mal statt.

Das Gutenberg-Gymnasium versteht sich als ‚Schule ohne Rassismus‘ und als ‚Schule mit Courage‘. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen acht und neun finden sich mit ihren Pädagogen in Arbeitsgruppen zusammen, die sich gezielt mit den Auswüchsen von Diskriminierung von Minderheiten auseinandersetzen und werden angehalten, dagegen Position zu beziehen und Verständnis aufzubringen, das sie durch Hintergrundwissen erlangen können.

Der erste von 30 Artikeln der Charta lautet:

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“

Wir hatten Gelegenheit, eine Arbeitsgruppe von Mädchen zu besuchen, die sich ausschließlich mit Kopfbedeckungen befasste. Hier wurde fleißig recherchiert, so dass offenkundig wurde, dass diese auf Zugehörigkeit, Individualität, Modebewusstsein, Religion und auch Tradition basieren.

Gespannt waren wir auf einen Workshop, der als ‚Flüchtlingslager‘ angekündigt war, sich dann jedoch als Präsentation des gemeinnützigen Vereins Cap Anamur herausstellte. Wir unterhielten uns mit der Pressesprecherin der Zweigstelle Köln, Franziska Bähr. Bereitwillig gab sie uns Auskunft.

Der Verein wurde 1979 von Christel und Rupert Neudeck und Freunden ins Leben gerufen. Zu den Freunden gehörte auch Heinrich Böll. Wir erfuhren, dass der Verein nicht am Aufbau von Flüchtlingslagern beteiligt ist. Vielmehr schafft er Strukturen in Krisen- und Kriegsgebieten, die das Leben der notleidenden Menschen in den Lagern dauerhaft verbessern. Man baut Krankenhäuser und Schulen bzw. setzt diese instand. Außerdem wird Aus- und Weiterbildung einheimischer Mitarbeiter betrieben und es werden Baumaterialien, Hilfsgüter und Medikamente bereitgestellt und vieles mehr; dies auch an Orten, die aus der medialen Berichterstattung verschwunden sind. Cap Anamur e.V. leistet humanitäre Hilfe weltweit.

Nähere Einzelheiten über diesen Verein sind unter https://de.wikipedia.org/wiki/Cap_Anamur/Deutsche_Not-Ärzte abrufbar.

Für den SüdWestWind e.V.
Ursula Schlößer/Projektleiterin KulturWind

KulturWind 38 mit Two and a half Guitars

Unsere 38. KulturWind-Veranstaltung am 30 November im FuNTASTIK bescherte uns nur eine überschaubare Anzahl von Gästen. Aber diese genossen ihr ganz privates Wunschkonzert und stimmten hoch motiviert in jeden Titel mit ein.


[Fotos: Irina Mertens]

Das Duo Two and a half Guitars war eigentlich auf Partystimmung eingestellt, während die Veranstalter eher auf ein besinnliches Konzert eingestimmt waren. Kurz entschlossen einigte man sich darauf, sowohl Schlager als auch Weihnachtslieder anzustimmen. Die von Dirk Stange und Ulrich Kurten mitgebrachten Textbücher waren äußerst praktisch, so dass sämtliche Strophen mitgesungen werden konnten.

Die Liedfolge ging von Ein Bett im Kornfeld, Griechischer Wein über Das ehrenwerte Haus bis hin zu Alle Jahre wieder und Little Drummer Boy. Dann wieder sprang man zu der traurigen Geschichte von Conny Cramer und Leonard Cohen‘s Halleluja. Immer wieder mußten die Kehlen mit Glühwein oder einem Bierchen geölt werden, was ebenfalls zur guten Stimmung beitrug. Den Titel Moskau von Dschingis Khan widmete man unseren Team-Mitgliedern Irina Mertens und Natascha Jansen, die daraufhin ein wenig Heimweh bekamen. Tränen lügen nicht, seinerzeit von Michael Holm interpretiert, sei der Vorläufer des Rap-Gesangs klärte Dirk Stange auf. Dafür legte er die Gitarre zur Seite und deklamierte:

„Was wirst du anfangen mit deiner Freiheit
Die dir jetzt so kostbar erscheint?
Wie früher mit Freunden durch Bars
Und Kneipen ziehen, hm?
Und dann, wenn du das satt hast, glaubst du
das Glück liegt auf der
Straße…“

Mit einem Schmunzeln und gespieltem Herzschmerz intonierten das Duo noch Reinhards May’s Gute Nacht, Freunde, um sich dann von einem zufriedenen Publikum zu verabschieden.

Für den SüdWestWind und die Kulturkreisler
Ursula Schlößer

Der kleine Saal des Medio war brechend voll, als der Bürgerverein „SüdWestWind e.V.“ sein zehnjähriges Bestehen feierte. Der langjährige Vorsitzende Herbert Vetter eröffnete das Fest mit einem bebilderten Rückblick auf die vergangenen Jahre. Auch die Ausstellung im Saal und die kleine Festschrift erinnerten die Vereinsmitglieder und die geladenen Gäste an frühere Höhepunkte und die gegenwärtige Arbeit des Vereins.

Die 1. stellvertretende Bürgermeisterin Elisabeth Hülsewig überbrachte die offiziellen Glückwünsche der Kreisstadt Bergheim und war voller Lob und Anerkennung für die Leistungen des Vereins in den letzten 10 Jahren. Der Dank der Stadt gilt den vielen ehrenamtlichen Mitgliedern des Vereins. Ihr Tun ist für den Erfolg der Stadtteilentwicklung mit verantwortlich.

Klaus-Hermann Rössler, Sozialdezernent der Kreisstadt, erinnerte in seinem Grußwort an die gelungene Entwicklung des Stadtteils unter Mithilfe des Vereins. Stadtteilfeste, Integrationsarbeit, Nachbarschaftshilfe, Kulturarbeit und die Gestaltung der Projekte im Bürgerhaus FuNTASTIK in Kooperation mit der Stadt und vor allem mit der Leiterin sind für die Lebensqualität im Quartier unerlässlich und finden nach Meinung von Rössler besondere Anerkennung in Bergheim.

Elisabeth Alt-Kaul, Leiterin des Bürgerhauses FuNTASTIK, berichtete über die Qualität der Zusammenarbeit mit dem Verein und besonders mit dem Vorsitzenden Herbert Vetter, der „bereits im FuNTASTIK wohne“. Sie erwähnte auch eine Reihe der erfolgreichen Projekte der letzten Jahre.

Zwei Vereinsmitglieder mit besonderen Verdiensten wurden vom Vorsitzenden mit einer Urkunde geehrt, Ursula Schlößer, seit der Vereinsgründung ein unermüdlicher Motor in der Gestaltung des Quartiers Bergheim-Südwest, die besonders die kulturellen Projekte, den „Kulturwind“, leitet und Thomas Büchs, der auch nach seiner aktiven Arbeit im Vorstand jedes Jahr erfolgreich die steuerlichen Unterlagen vorbereitet.

Was dann folgte waren Bühnengeschenke der besonderen Art: zunächst ein Auftritt der „Bergheimer Torschwälbchen“, den Minis der Bergheimer Torwache, die in einer mitreißenden Tanzdarbietung an die Bedeutung des Karneval und der Tradition in Bergheim erinnerten. Die jungen Tänzerinnen der „Tanzschule Belaro“ führten gekonnt verschiedene Tänze auf, unter anderem eindrucksvoll eine eigene Choreographie zu ‚Schindlers Liste‘.

Besonderer Applaus galt den „Bergheimer Tautröpfchen“ unter der Leitung von Irina Godoj und den „Wunderkindern“ unter der Leitung von Irina Mertens. Die beiden Gruppen, die sich besonders der Integration russischstämmiger Bergheimer Kinder widmen, begeisterten mit deutschen und russischen Liedern und Tänzen. Ein besonderer Augenschmaus war dann der Auftritt der tamilischen Tanzgruppe „Rajeshnarthanaalayam“. Diese Jugendlichen mit ihren traumhaften Kostümen zeigten Tänze aus ihrer alten Heimat Sri Lanka. Sie gaben dem Jubiläumsfest einen exotischen Farbtupfer.

Irina Mertens, die auch Schatzmeisterin des Vereins ist, sang eine deutsche Übersetzung eines alten Friedensliedes aus ihrer russischen Heimat. Franziska Rose von den „Tautröpfchen“ und Evin Bergs, aus der „Tanzschule Belaro“ sangen einen aktuellen Ohrwurm „Je ne parle pas francais“, begleitet von Ute Odinius am Klavier und Herbert Vetter an der Gitarre. Dann wurde es italienisch: Armando Campana aus Bergheim sang zur Gitarre italienische Evergreens, die vom Publikum begeistert mitgesungen wurden.

Schlusspunkt der Darbietungen war der Auftritt der Südwest-Band, die sich vor vielen Jahren in Bergheim Südwest gegründet hat, und den Raum mit rockigen Klängen internationaler Hits füllte, darunter „In unserem Veedel“ und „Verdamp lang her“. Zum Abschluss des Festes sangen Kinder „99 Luftballons“, „The Wall“ von „Pink Floyd“, „Abenteuerland“ und „We are the World“, begleitet von der Südwest-Band.

Für den SüdWestWind
Heribert Küppers

Fotos: Christoph Schiffer