Bei den Neuwahlen des Vorstandes und der Kassenprüfer auf unserer Mitgliederversammlung vom 7. April wurden folgende Personen gewählt:

  • Vorsitzender: Herbert Vetter
  • Stellvertretender Vorsitzender: Heribert Küppers
  • Schatzmeisterin: Irina Mertens
  • Schriftführer: Claus Jeske
  • Beisitzerin: Sigrid Lepahé-Hader

Als Kassenprüfer wurden gewählt:

  • Reinhard Jütte
  • Hans-Werner Hader

Vielen Dank an die Mitglieder, die sich für die Posten zur Verfügung gestellt haben.

Für den SüdWestWind
Herbert Vetter

SüdWestWind sorgt für Überraschungen

Verstärkt von der Ballett- und Tanzschule belaro, sang die Leiterin der Abteilung Kinder und Jugend des SüdWestWind am Tag der Vereine, dem 21.06.2015, ein russisches Chanson auf der großen RWE-Showbühne. Das Lied handelte von einem jungen Mann, der durch die Straßen zieht, sehnsüchtig die schönen Mädchen der Stadt betrachtet und sich wünscht, ein Herz erobern zu können. Mit ihrer einschmeichelnden Chansonstimme begeisterte Irina Mertens das Publikum und bekam für sich und ihre Background-Sängerinnen großen Applaus.

Dieser Auftritt war die Generalprobe für das Tanzfestival in Montenegro, das dort vom 28.06. – 07.07.2015 stattfinden wird und bei dem die Ballett- und Tanzschule belaro eingeladen ist und Bergheim vertreten wird. In deren Programm haben dann auch Irina Mertens und einige ihrer Wunderkinder Gelegenheit, ihr Können unter Beweis zu stellen und den SüdWestWind international bekannt zu machen. Die Stadt Bergheim spendete besondere T-Shirts für alle Mitwirkenden der Bergheimer Delegation und Bürgermeisterin Maria Pfordt überreichte nach dem Auftritt das erste Exemplar unter großem Beifall. Darüber freuten sich auch Inessa und Markus Bergs (Inhaber der Ballett- und Tanzschule belaro).

Das Publikum war entzückt von den anschließenden tänzerischen Darbietungen der belaro-Kinder und Jugendlichen, die sowohl mit Klassik, Folklore und Modern überzeugen konnten. Die Wunderkinder hatten neben einem ukrainischen Tanz auch eine Polka einstudiert und glänzten mit neuen Kostümen.

Am Vereinstisch des SüdWestWind vor der Stern-Apotheke konnte man während des ganzen Nachmittags die Vorstände des Vereins antreffen, die dort für Fragen zum Verein zur Verfügung standen und das Modell des Familien- und Bürgerzentrums FuNTASTIK präsentierten. Dies war von Irina Mertens und ihrer Gruppe detailgetreu angefertigt worden und kam erstmals aus Anlass des FuNTAStisch am 29.05.2015 zu Ehren.

Für den SüdWestWind
Ursula Schlößer

Entlassfeier der Erich Kästner – Hauptschule Bergheim

Eigentlich war alles wie jedes Jahr. Festlich gekleidete Schulabsolventen, begleitet von Eltern und Freunden, bevölkerten am 12. Juni 2015 um 18:00h die Mensa der Erich Kästner-Hauptschule in Bergheim und warteten mit Spannung auf den Beginn der Entlassfeier. Es gab allerdings kein Programm und bald verstand man, warum dies am heutigen Abend die Pointe vorweg genommen hätte. Die Schulabsolventen hatten sich etwas Besonderes für ihre Lehrerinnen und Lehrer ausgedacht, nämlich ein Event der Extraklasse. Hier sollte ausschließlich das Lehrerkollegium die Hauptrolle spielen. Nach amerikanischem Vorbild wurde eine Oscar-Verleihung inszeniert, die allen Beteiligten ein Dauerlächeln auf das Gesicht zauberte. Der Glamourfaktor war enorm, wie die beigefügte Diashow erkennen lässt, auch wenn sich nicht alle Ideen der Jugendlichen umsetzen ließen. Beispielsweise war der vorgesehene rote Teppich aus Kostengründen nicht realisierbar, denn er hätte der Brandschutzvorschrift Stufe III entsprechen müssen. Das wäre einfach zu teuer geworden, ließ die Schulleiterin Bärbel Hilbricht-Gey wissen.

Eigentlich wollte man auch einen Film mit der Schulleiterin produzieren, um sie auf der Leinwand bewundern zu können, ähnlich wie die Bürgermeisterin Maria Pfordt, die leider nicht persönlich gekommen war und die Schulabsolventen mit einer Ansprache von der Leinwand beehrte. Bärbel Hilbricht-Gey und den Klassenlehrern hatten die Vorbereitungen offensichtlich große Freude bereitet. Die Schulleiterin und ihr gesamtes Lehrerkollegium waren in großer Gala erschienen, wie dies von den Absolventen ausdrücklich gewünscht war. Den Auftakt zur Verleihungszeremonie bestritt eine Schülerin mit gemischtem Background-Chor mit dem Titel ‚Let it go’ von Demi Lovato, ein Song, der vom Loslassen handelt, und dass man mit Mut und Kraft in die Zukunft schaut.

“… Ich bin frei, endlich frei
und ich fühl‘ mich wie neu geboren.
Ich bin frei, endlich frei
Was war, ist jetzt vorbei…“

An Oscar-Trophäen wurde nicht gespart. Das gab es eine Menge Kriterien, nach denen die begehrten Statuetten verliehen wurden, zum Beispiel:

  • Beliebtheit
  • Geduld
  • Witz
  • Einfühlungsvermögen
  • Einsatzbereitschaft
  • fachspezifische Qualität
  • uvm.

Zwischendurch gab es eine Fotoshow aus den drei Klassen der Stufe 10. Hier wurden besonders die Klassenfahrten aufs Korn genommen und die Schnappschüsse mit Klatschen und Johlen von den Schülerinnen und Schülern bedacht.

Ein nicht zu vernachlässigender Höhepunkt war natürlich die Übergabe der Zeugnisse. Alle Absolventen wurden mit einer gelben Rose beschenkt. Gewürdigt wurde auch das Redaktionsteam der Schülerzeitung ‚Was Strammes’ unter der Leitung von Birgit Broich-Jansen.

Für den SüdWestWind
Ursula Schlößer

Auch im Jahr 2015 führte die Stadt Bergheim wieder ein Seminar „Erfahrungswissen für Initiativen – EFI“ in Kooperation mit der Arbeiterwohlfahrt und dem Verein SeniorTrainerIn durch. In einer acht Tage dauernden Staffel wurden neun Seniortrainerinnen und Seniortrainer von einer Referentin des Marie-Juchacz-Bildungswerk der Arbeiterwohlfahrt, Frau Heike Schlehan, ausgebildet. Themen waren unter anderem Öffentlichkeitsarbeit, Fundraising, Zukunftswerkstatt und Kollegiale Beratung.

Dieses EFI-Projekt wurde zunächst seit 2002 vom Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend in Kooperation mit zehn Bundesländern durchgeführt und seit 2006 vom Land Nordrhein-Westfalen fortgesetzt. Die Stadt Bergheim ist seit 2009 beteiligt. Ziel des Projektes ist es, Erfahrungswissen und Potenzial von Seniorinnen und Senioren für die Gestaltung des Gemeinwesens zu gewinnen, um ihr Engagement zur Beratung und Unterstützung von Vereinen und Verbänden sowie ihre Mitwirkung als Multiplikatoren und Netzwerker anzuregen. In dem Seminar „Erfahrungswissen für Initiativen – EFI“ wird das ehrenamtliche Engagement der Seniortrainerinnen und Seniortrainer durch viele nützliche Hinweise, Anregungen und Hilfen unterstützt.

Am 15. April 2015 konnten den neun Seminarteilnehmern durch den Beigeordneten der Stadt Bergheim, Herrn Klaus-Hermann Rössler, das Zertifikat für die Teilnahme an der Fortbildung im Rathaus der Stadt Bergheim ausgehändigt werden.

Wir freuen uns, dass auch ein Mitglied unseres Vereins, Hartmut Fritz, mit Erfolg an diesem Seminar teilgenommen hat.

Zertifikat

Abschiedsfrühstück für Francoise Vosse

Mit Blumen und Konfekt verabschiedete der SüdWestWind am 18.12.2014 im FuNTASTIK seine beliebte Mitarbeiterin Francoise Vosse. Gesponsert von der EGBM (Entwicklungsgesellschaft Bergheim) hatte Francoise Vosse die Aufgabe, ab April 2012 in einer ¼ Stelle das Quartiersmanagement beim Bürgerverein SüdWestWind zu unterstützen. In dieser Zeit hat sie mit großem Sachverstand die Vereinsbuchhaltung geführt und besonders bei der Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen ihr profundes Wissen und ihren großen Erfahrungsschatz eingebracht. Dabei waren ihr das Studium als Event Managerin für Touristik und Gastronomie sowie ihre praktischen Erfahrungen bei ihrem vorherigen Arbeitgeber BM Cultura von Nutzen.

Mit ihrem gewinnenden Lächeln hat sie die Herzen aller Kolleginnen und Kollegen und auch der Bewohnerschaft von Süd-West im Sturm erobert. Der Vorstand des SüdWestWind bedauert ihren Fortgang sehr, der ausschließlich durch die Auflösung der EGBM und die Beendigung der Zuschüsse aus dem Landesprogramm Soziale Stadt NRW begründet ist.

Auch der Geschäftsführer der EGBM, Horst-Günter Lankers, Antje Eickhoff und Elisabeth Alt-Kaul überreichten Blumen und nahmen an dem gemeinsamen Frühstück teil.

01010314

01010316

Wenn es ihren Abschied auch nicht unbedingt leichter machte, so haben wir doch gerne aus ihrem Mund gehört, dass Francoise Vosse sich bei uns sehr wohl gefühlt hat.

Für den SüdWestWind
Ursula Schlößer

Ich bin dann mal weg…

Viel Lob erntete die EGBM anlässlich der Inszenierung des Countdown zum Abriss der maroden Wohnanlage Berliner Ring 41–45 in Bergheim. Bürgermeisterin Maria Pfordt hatte in ihrer Ansprache noch einmal die Vergangenheit des in den 70-er Jahren erbauten Hochhauskomplexes herausgearbeitet und festgestellt, wie wenig das ursprüngliche Konzept einer modernen Wohnstadt in die Höhe gebaut aufgegangen war. Stattdessen hatte es sich durch komplizierte Eigentumsverhältnisse und enormen Instandhaltungsrückstand in eine Bausünde verwandelt, in der zum Schluss niemand mehr länger wohnen mochte als nötig. Die Bürgermeisterin beschrieb die Mammut-Aufgabe, welche die EGBM zu bewältigen hatte, nachdem die Zuschüsse des Landes Nordrhein-Westfalen – 70 % der Gesamtkosten von über sechs Millionen Euro – für den Abriss der Wohnanlage zugesagt und die entsprechenden Ratsbeschlüsse gefasst waren. Immerhin galt es, 226 Wohnungen und 99 Garagenstellplätze anzukaufen und den verbliebenen Mietern bzw. Eigentümern behilflich zu sein, eine angemessene neue Wohnung zu finden. Von der Idee bis zur Ausführung vergingen acht Jahre und über ihre Erlebnisse könnten die EGBM-Mitarbeiter sicher ein Buch schreiben.

Dann ergriff der eigens angereiste Michael Groschek – Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, – das Wort und bezeichnete das Projekt als einmalig in Deutschland. Michael Groschek befand allerdings auch, dass Bergheim Süd-West diese Maßnahme auch verdient habe. Bereits im Rahmen seiner Sommerreise im letzten Jahr hatte er sich von der positiven Entwicklung im Stadtteil bei einem Rundgang überzeugt und sich auch über die baulichen Veränderungen und die zahlreichen sozialen Projekte gelungener Nachbarschaft informiert. Ganz begeistert war Michael Groschek von den privaten Investitionen der Bürger in ihre Fassaden und Gartenanlagen, die wesentlich zum positiven Erscheinungsbild beitragen.


Fotos: Heike Flamm, Christoph Schiffer und Ursula Schlößer

Trommeln und die Klänge eines Didgeridoos (traditionelles Musikinstrument der nordaustralischen Ureinwohner), untermalten den Höhepunkt der Veranstaltung. Im Förderkorb einer Feuerwehrleiter stehend schwangen die Bürgermeisterin und Michael Groschek in 10 m Höhe als symbolischen Akt eine Pseudo-Abrissbirne gegen die Fassade. Dann entrollten sich vor den Balkonbrüstungen riesige Transparente mit den Worten „Hier entstehen beste Aussichten“. Den Abschluss bildeten 16 BürgerInnen mit leuchtend grünen Regenschirmen. Auf jedem Schirm war ein Buchstabe angebracht. Im Zusammenhang war zu lesen „Ich bin dann mal weg“.

Diskutiert wird zurzeit der Bau einer Berufsschule, die in ein paar Jahren hier entstehen könnte.

Für den SüdWestWind
Ursula Schlößer