Wortgottesdienst in der St. Georgs Kapelle Bergheim am 30.06.17

Papierene Fußabdrücke führten vom Eingang der Georgs Kapelle zum Hauptaltar. Das hatte sich das Vorbereitungsteam der Erich Kästner-Hauptschule symbolträchtig ausgedacht.

„Wege“ waren das Thema des Wortgottesdienstes im Rahmen der Abschlussfeier am vergangenen Freitag. Die Schulabsolventen waren zur Georgs Kapelle gekommen, begleitet vom stellvertretenden Schulleiter Michael Frenz sowie einer Abordnung seiner Kolleginnen und Kollegen.

„Nein“, sagt Religionslehrerin Ingeborg Büttgen bestimmt, „ich halte jetzt keine Abschiedsrede!“ Sie ermutigte die Absolventen, die unterschiedlichen Wege zu erkennen, die sie jetzt beschreiten müssten, angefangen von neuen Wegen über steinige Wege bis hin zu Fluchtwegen, abgeschnittenen Wegen und dem eigenen Lebensweg. Die Absolventen konnten derer eine ganze Menge aufzählen. Bei so vielen Wegen bedarf es natürlich auch besonderer Orte, wichtiger Personen, besonderer Ereignisse, Knotenpunkte und Wegweiser.

Gemeinsam wurde zu Beginn ‚Oh Happy Day‘ gesungen, auf dem Keyboard begleitet von Sonja Mertens. Wer den Text kennt, weiß, dass es hier um die Hinwendung zu Gott und die Vergebung der eigenen Schuld geht. In den vorgetragenen Fürbitten ging es um Kraft, Ermutigung und Zuspruch, die sich als sehr notwendig erweisen würden. Zwei muslimische Jugendliche rezitierten die Sura Al-Fatiha (Die Eröffnende) in arabischer Sprache. Die Intonation ähnelte sehr stark dem christlichen Vater Unser. Die Übersetzung ins Deutsche folgte und bewies, dass es bei dieser Sure – wie im Vater Unser – ebenfalls um Lobpreis und die Bitte um Beistand und Hilfe durch den allmächtigen Gott geht.

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Eine Weg-Geschichte war auch die Schriftlesung aus dem Evangelium nach Lukas (LK24,13-35), hier in gekürzter Form nacherzählt.

Am Tag der Auferstehung machten sich zwei Jünger auf den Weg nach Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist. Die beiden Jünger unterhielten sich über das vermeintliche Scheitern von Jesus, der am Kreuz gestorben war und über ihre große Enttäuschung, dass sie jahrelang einem Meister gefolgt waren, der ihre Erwartungen nicht erfüllt hatte. Während sie redeten, kam Jesus hinzu. Aber sie erkannten ihn nicht, denn sie waren blind vor Schmerz und Trauer. Jesus fragte sie: „Was sind das für Dinge, über die ihr redet?“ Darüber waren sie so erstaunt, dass einer von ihnen fragte: „Bist du so fremd in Jerusalem, dass du als einziger nicht weißt, was in diesen Tagen dort geschehen ist?“ Sie berichteten ausführlich das Geschehene, und auch von den Frauen, die beim Grab waren und den Leichnam nicht gefunden hatten. Da sagte Jesus zu ihnen, dass alles so hatte geschehen müssen und der Messias alles erleiden musste, damit sich die Worte der gesamten Schrift ausgehend von Mose und den Propheten erfüllen.

Als die Gruppe das Dorf erreichte, tat Jesus so, als wolle er weitergehen. Die Jünger aber drängten ihn: „Bleib doch bei uns, denn es wird bald Abend, der Tag hat sich schon geneigt.“ Da ging er mit ihnen und bei Tisch nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach das Brot und gab es ihnen. Da endlich gingen ihnen die Augen auf und sie erkannten ihn. Dann sahen sie ihn nicht mehr.

Schmerz und Trauer können den Blick auf das Wesentliche oft verschleiern. Eine Phase der Ruhe und des Nachdenkens und die Diskussion mit Gleichgesinnten sind dann hilfreich.

Worte von Paul Roth rundeten den Gottesdienst ab:

Du kannst dir nicht ein Leben lang
die Türen alle offen halten,
um keine Chance zu verpassen.
Auch wer durch keine Türe geht
und keinen Schritt nach vorne tut,
dem fallen Jahr für Jahr
die Türen eine nach der anderen zu.
Wer selber leben will, der muss entscheiden:
Ja oder Nein – im Großen und im Kleinen…
‚Mögen Engel euch begleiten
Auf dem Weg, der vor Euch liegt…‘

Dieses Lied wurde zum Schluss gemeinsam gesungen und unterstrich die Zuneigung und Sorge des Pädagogen-Teams für die Absolventen. Im Vorbereitungsteam und an der Ausführung beteiligt waren unter der Leitung von Ingeborg Büttgen, Eleonore Ilgner, Danya Ulabi und Ingrid Köber.

Die St. Georgs Kapelle wird geschichtlich im Jahr 1420 erstmals erwähnt. Nach der Zerstörung im Jahr 1542 wurde sie von den Bergheimer Bürgern neu erbaut.

Für den SüdWestWind
Ursula Schlößer

Am Sonntag, den 09.07.2017, in der Zeit von 10.00 – 16.00 Uhr veranstaltet das städt. Kinder- & Jugendzentrum Mitte auf dem Schulhof der Geschwister-Scholl-Realschule einen Flohmarkt für die ganze Familie. Flohmarktartikel können nicht nur verkauft, sondern auch getauscht werden. Für Kinder und Jugendliche ist die Einrichtung an diesem Tag schon ab 10.00 Uhr geöffnet und es besteht die Möglichkeit, Billard, Kicker, Playstation uvm. zu spielen. Eltern haben ebenfalls die Möglichkeit das Juze Mitte, das Programm sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtung kennenzulernen.

Anmeldungen für einen Flohmarktstand werden telefonisch unter der Nummer 02271-65055 entgegen genommen. Die Anmeldung ist kostenlos. Ansprechpartner sind Jörg Weigang und Teresa Gummersbach.

Wir starten den Endspurt!

Liebe Vereinsmitglieder,

keine 3 Wochen mehr bis zum 14. Stadtteilfest am 08.07.2017.

Wir liegen in der heißen Phase mit den Vorbereitungen.

Es sieht gut aus, eine ganze Menge Infostände, Mitmachaktionen und Darbietungen sind schon fest gemacht. Es ist für jeden etwas dabei, inklusive kleiner Überraschungen. Wir freuen uns auf den Besuch von allen, die sich mit dem Stadtteil und uns verbunden fühlen. Bringen Sie bitte Ihre neuen Nachbarn mit, damit wir sie und sie uns kennen lernen.

Pünktlich um 12 Uhr soll sich der umgebaute Parkplatz an der Albrecht-Dürer-Allee in einen Festplatz verwandeln. Schönes Wetter ist auch bestellt. So steht unserem Feiern nichts mehr im Wege. Schon jetzt wünschen wir viel Spaß und Vergnügen.

Für den SüdWestWind e.V.
Herbert Vetter
-Vorsitzender-

Das städtische Kinder- und Jugendzentrum Bergheim sucht zum 01.09.2017 einen engagierten und interessierten Menschen, der im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes tätig werden möchte. Es handelt sich hierbei um eine Einrichtung der offenen Kinder- und Jugendarbeit der Kreisstadt Bergheim, Fachbereich Jugend, Bildung und Soziales. Das Kinder- und Jugendzentrum ist regelmäßig an sechs Tagen in der Woche geöffnet und bietet ein vielfältiges Programmangebot, das neben der „Offenen Tür“ auch Veranstaltungen, Workshops, Ausflüge, Ferienspiele sowie ein Frühstückscafe und einen Mittagstisch beinhaltet.

Zu den Aufgaben gehören die Mithilfe beim Frühstückscafe, die Betreuung des Mittagstisches, die Hausaufgabenbetreuung, diverse Fahrdienste (Transporte und Besorgungen), kleinere Reparaturarbeiten, die pädagogische Unterstützung in der „Offenen Tür“ für Kinder und Jugendliche und bei diversen Sonderveranstaltungen (Ferienspiele, Theater, Konzerte, Turniere, etc.). Die Vergütung richtet sich nach den entsprechenden gesetzlichen Vorgaben für den Bundesfreiwilligendienst.

Weitere Informationen gibt es unter www.juze-bergheim.de oder rufen Sie uns an unter der Nummer 02271-65055.

Mit freundlichen Grüßen
i.A. Jörg Weigang

Nachfolgend eine Übersicht über die JuZe-Aktionen in den Sommerferien 2017. Nähere Informationen zu den Ausflügen und Aktionen bekommen Sie auf der Homepage www.juze-bergheim.de, direkt im Juze (Chaunyring 11-13, 50126 Bergheim) oder telefonisch unter 02271-65055.

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Erich Kästner-Hommage im FuNTASTIK

Aus einer Fülle von Texten, Rezensionen und Gedichten für Erwachsene des berühmten Autors Erich Kästner (* 23. Februar 1899 in Dresden; † 29. Juli 1974 in München) hat Hans Georgi, Musikkabarretist aus Würselen, eine Bühnenshow erarbeitet. Das Programm unter dem Titel ‚Die Welt ist rund’ gab er am Freitag, den 28. April 2017, im FuNTASTIK als 32. KulturWind-Veranstaltung des SüdWestWind einem sehr interessierten Publikum zum Besten.

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Wie von Hans Georgi zu erfahren war, hatte er sich Ende der 90er Jahre mit den vier Bänden Erich Kästner für Erwachsene vertraut gemacht. Danach fasste er den Entschluss, die Texte zu vertonen und zu einem Bühnenprogramm zusammenzustellen. Wesentliche Inspiration waren hierbei die beiden Lyrikbände Ein Mann gibt Auskunft (erschienen 1930) und Herz auf Taille (erschienen 1928). Es war Hans Georgi besonders wichtig, dass die Musik die Texte nicht überlagerte. Mit sehr viel Feingefühl suchte er die unterschiedlichen Tempi aus. Dies gefiel auch Thomas Kästner, dem einzigen Sohn und Erben des verstorbenen Autors, der prompt seine Genehmigung dazu erteilte.

Für den Titelsong ‚Die Welt ist rund’ baute ein Nachbar von Hans Georgi einen Leierkasten, der fortan eine Art Markenzeichen in jeder Show darstellt. Dafür kamen simple Besenstiele zum Einsatz, wie uns Hans Georgi schmunzelnd verriet. Ansonsten setzt der Künstler Requisiten nur sehr sparsam ein. Unverzichtbar ist jedoch sein Telefon, mit dem er Kontakt zu prominenten Politikern der Vergangenheit und Gegenwart aufnimmt. Schließlich kommt auch Erich Kästner per Tonträger zu Wort.

Erich Kästner war ein scharfer Beobachter und kritischer Zeitzeuge, der auch über Selbstironie verfügte. Sein entbehrungsreiches Leben, die Verfolgung durch den Nationalsozialismus, die Enttäuschung über die Verbrennung seiner Bücher, das alles konnte seinen Charakter nicht verändern und seine Schaffenskraft nicht eindämmen. Dies kommt einmal mehr in seinem verkürzten Lebenslauf zutage, wo er über sich selbst sagt:

…Ich setze mich sehr gerne zwischen Stühle.
Ich säge an dem Ast, auf dem wir sitzen.
Ich gehe durch die Gärten der Gefühle,
die tot sind, und bepflanze sie mit Witzen…

Die Worte von Erich Kästner haben nichts an Aktualität und Wahrheitsgehalt verloren. Hans Georgi sei Dank für diese Lehrstunde mit hohem Unterhaltungswert! Beflügelt und bereichert verließen die Gäste das FuNTASTIK.

Für den SüdWestWind und die Kulturkreisler
Ursula Schlößer